Diesen Satz hören Azubis von Eltern, Schülern von Lehrern. Die Zahlen sagen etwas anderes. Hier die ehrlichen Fakten – auch die unbequemen.
Viele denken, nur ein Studium führt zu gutem Geld. Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen ein anderes Bild.
„Ich habe selbst als Fliesenleger angefangen und weiß, wie schwer die Berufswahl ist, wenn man noch zur Schule geht – und wie oft Jugendliche in etwas landen, das gar nicht zu ihnen passt. Mit Dein Karriereweg möchte ich, dass jede Schülerin und jeder Schüler eine ehrliche, persönliche Orientierung bekommt – egal ob Handwerk, Ausbildung oder Studium.“
Während dein Kumpel noch studiert, verdienst du schon dein eigenes Geld – und das rechnet sich.
Handwerk endet nicht bei der Gesellenprüfung – der Weg nach oben ist real und gut bezahlt.
Start mit ca. 900–1.460€/Monat (je nach Gewerk), steigend über die Lehrjahre.
Nach der Ausbildung direkt ins Berufsleben, meist über 20 € pro Stunde – ca. 3.200–4.000 €/Monat brutto. Am Bau gilt seit April 2026 bundesweit ein Tariflohn von rund 24 €/Std.
Der Sprung zum Meister bringt 800–2.000€ mehr im Monat – und der Staat zahlt kräftig mit (siehe unten).
Als Selbstständige/r mit eigenem Betrieb sind 80.000–120.000€+ im Jahr realistisch – bei manchen Gewerken (z.B. SHK) auch deutlich mehr.
Stand 2026, Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Details und Antrag über das Amt für Ausbildungsförderung.
Solaranlagen, Wärmepumpen, Ladesäulen – über Klimaschutz wird viel geredet. Umgesetzt wird er von Handwerkerinnen und Handwerkern. Und am Ende des Tages siehst du, was du geschafft hast.
Elektroniker/in, Dachdecker/in
Anlagenmechaniker/in SHK
Zimmerer/in, Maler/in, Stuckateur/in
KFZ-Mechatroniker/in, Elektroniker/in
Im Büro endet der Tag oft mit „40 E-Mails beantwortet“. Im Handwerk endet er mit einer warmen Wohnung, einem Auto, das wieder läuft, oder einem Smart Home, das funktioniert. Dieses Gefühl, etwas mit den eigenen Händen erschaffen zu haben, ist durch nichts zu ersetzen.
| Kriterium | Studium | Handwerk |
|---|---|---|
| Start ins Berufsleben | Meist 23–27 Jahre | 17–19 Jahre |
| Einkommen während Ausbildung | Meist 0€ (+ evtl. BAföG/Kredit) | 900–1.460€/Monat |
| Verdienst nach 3 Jahren | Meist noch 0€ | 36.000–49.000€ bereits verdient |
| Schulden-Risiko | Studienkredit möglich | Keine Ausbildungsschulden |
| Aufstiegsmöglichkeit | Master, Promotion | Meister, eigener Betrieb |
Die Spannen variieren stark – hier ein paar Beispiele, angestellt vs. mit eigenem Betrieb.
| Gewerk | Angestellt | Eigener Betrieb |
|---|---|---|
| SHK (Sanitär-Heizung-Klima) | 4.500–6.000€ | 6.500–14.000€ |
| Elektro | 4.000–5.500€ | 6.000–12.000€ |
| Bau / Maurer | 4.500–5.800€ | 5.500–11.000€ |
| KFZ | 3.800–5.000€ | 5.500–12.000€ |
💡 Tipp: Frag im Vorstellungsgespräch ruhig, ob nach Tarif bezahlt wird – das ist eine völlig normale Frage.
Kein Haus baut sich allein. Scroll weiter und schau zu, wer hier nacheinander was macht.
Schalung bauen, Bewehrung flechten, Beton gießen: Hier entsteht das Fundament, auf dem später alles steht.
Stein auf Stein, immer im Lot: Wände, Decke und Schornstein geben dem Haus seine Form.
Sparren, Pfosten, Streben: Der hölzerne Dachstuhl wird millimetergenau abgebunden und aufgerichtet.
Ziegel für Ziegel wird das Haus dicht. Arbeit in luftiger Höhe – mit dem besten Ausblick der Baustelle.
Leitungen verlegen, Schalter und Steckdosen setzen, Licht anschließen. Ohne dieses Gewerk bleibt es dunkel.
Rohre, Heizung, Dusche, Waschbecken: Sie sorgen für warmes Wasser und eine warme Wohnung.
Fliese für Fliese, Fuge für Fuge: Das Bad bekommt sein Gesicht. Präzisionsarbeit, die man jeden Tag sieht.
Spachteln, grundieren, streichen: Aus dem Rohbau wird ein Zuhause mit Farbe.
Fenster, Türen, Möbel: Holz wird zu Maßarbeit, die Jahrzehnte hält.
Jedes Gewerk war nötig, und keins davon ersetzt eine Maschine. Welches davon passt zu dir?
Finde dein Handwerk →Handwerk ist viel mehr als nur "Bau" – hier eine kleine Auswahl, was alles dazugehört.
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Das wollen wir nicht schönreden. Je nach Gewerk bist du viel auf den Beinen, trägst Material oder arbeitest draußen bei Wind und Wetter. Aber: Das Handwerk hat sich stark verändert – und du bist nicht dein ganzes Leben auf der Baustelle festgelegt.
Für eine Ausbildung im Handwerk ist gesetzlich kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Viele Azubis kommen mit Haupt- oder Realschulabschluss – Betriebe achten oft mehr auf Motivation, Zuverlässigkeit und handwerkliches Geschick als auf die Noten.
Ein Schülerpraktikum oder ein paar Tage „Schnuppern“ ist der beste Weg rein. Du merkst, ob dir das Gewerk liegt – und der Betrieb lernt dich kennen. Nicht selten wird daraus direkt ein Ausbildungsangebot.
Die meisten Ausbildungen starten im August oder September. Ideal ist es, dich etwa ein Jahr vorher zu bewerben. Aber: Im Handwerk sind oft noch kurzfristig Plätze frei – auch im Sommer lohnt sich eine Bewerbung noch.
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Das Bild vom „schlecht bezahlten Knochenjob“ stammt oft aus einer anderen Zeit. Heute sieht es so aus:
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